Die Lieder von Adhartach

DÜSTERE HISTORISCHE FANTASY · DEUTSCHE AUSGABE

Die Lieder von Adhartach

Düster, brutal, mystisch: ein Mittelalter-Epos, kein Liebesroman.

Deutsche Ausgabe · Kostenlose Leseprobe · ohne Anmeldung

Normandie, 1256. Im Wald unweit eines Benediktinerklosters wird die verstümmelte Leiche eines Jungen gefunden.

Als Amaury de la Roche, Komtur des Templerordens, in die Heimat seiner Familie zurückkehrt, hat seine Schwester bereits eine blutverschmierte Fremde aus dem Wald mit auf die Burg gebracht. Melanie d’Eville nennt sich Opfer eines grausamen Verbrechens. Die Inquisition hält sie für eine Hexe. Amaury muss entscheiden, wem er glaubt, bevor das Feuer brennt.

Ein rätselhafter Mönch führt ihn zu einer Prophezeiung, die weit über alles hinausreicht, was ein normannischer Ritter zu wissen glaubte. Sein Weg verbindet ihn mit Menschen, denen er niemals hätte begegnen sollen: einem Schamanen aus der mongolischen Steppe und einer jungen Frau aus Nowgorod. Ihre Sprachen, ihr Glaube und ihre Vorstellungen von der Welt könnten kaum unterschiedlicher sein. Und doch scheint eine alte Geschichte ihre Schicksale miteinander zu verknüpfen.

Was als Kampf um Familie und Überleben beginnt, wird zu einer Reise durch eine mittelalterliche Welt, in der christlicher Glaube auf ältere Überlieferungen trifft, Macht auf Aberglauben, und jedes Wunder auch eine Täuschung sein könnte.

Ein Fluch zehrt am Haus de la Roche. Und das Lied, das über all dem liegt, ist noch längst nicht zu Ende gesungen.

Für Leserinnen und Leser von Umberto Ecos »Der Name der Rose« und Guido Dieckmanns Templer-Romanen.

Ein Auszug stand auf der Longlist des Etnopero Literaturpreises 2025.

Eine alte Stimme

Die Prophezeiung

Vier Schicksale, lange vor ihrer Begegnung benannt.

Heidenpriester, Hellseherin, Held und Hexe.

Zwei aus dem Osten, zwei vom Abendland;
sie dienen dem, der nicht wird genannt.

Der Held, ein Zwilling aus dem Tempel, kreuzgeweiht,
trägt seiner Ahnen Namen, ist dem Felsen gleich.

Der Heidenpriester, silberhaarig, doch kein Greis,
trägt Bärenherz, die Augen himmelblau;
bei Reitern zottiger Rosse ist keiner so weise.

Im tiefen Wald wirkt eine junge Hellseherin,
dem Marder gleich an Klugheit und an flinkem Sinn.

Dann kreuzen sich ihre Wege zur Stunde der Not,
um jene zu retten vor Flammen und Tod,
die man eine Hexe nennen wird,
wenn man sie zum Scheiterhaufen führt.

Ein Auszug aus dem Roman

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NORMANDIE · NOWGOROD · DIE GOLDENE HORDE · BYZANZ

Barmherzigkeit hat
gefährliche Folgen.

In der Normandie spricht die Angst die Sprache von Gericht und Anklage. In Nowgorod haben Waldzeichen und Volksmagie ihre eigene Sprache. In der Steppe bewahrt das Lied die Erinnerung, und schamanische Macht fordert ihren Preis. Auch die lichtlosen Katakomben von Byzanz gehören zu dieser Reise. Die Wege führen Menschen zusammen, die zwischen auferlegter Pflicht und eigenem Gewissen wählen müssen.

FIGUREN

Menschen ohne einfache Wahl

01

Agnes de la Roche

Die Tochter des Grafen

Noch vor Tagesanbruch schleicht Agnès auf ihrem Rappen durch das hintere Burgtor. In einem hohlen Baum warten ihr Bogen, Pfeile und ein schmaler venezianischer Dolch. Dann hört sie einen Frauenschrei und vergisst die Jagd. Ihre Hände zittern, die Knoten geben nicht nach. Trotzdem versucht sie, die Fremde zu befreien, der bereits bewaffnete Männer auf den Fersen sind.

02

Amaury de la Roche

Komtur des Templerordens

Der Wind zerrt am weißen Mantel mit dem roten Kreuz. Feine Narben zeichnen das junge, von hellem Haar umrahmte Gesicht. Aus Akkon brachte Amaury ein Schwert mit, von dem er sich selbst der Ordensregel zuliebe nicht trennen konnte. Vor zehn Jahren verließ er die Burg seiner Familie in Richtung Heiliges Land. Nun ruft ihn der Brief seiner Schwester als Bruder zurück.

03

Melanie d’Eville

Die Fremde im Wald

Am Bach liegt sie gefesselt und halb tot, das rote Haar über die Erde verstreut. Auf der Burg begegnet Agnès einer anderen Frau: grüne Augen voller Schalk, katzenhafte Anmut, am Finger Schlange und Rose um einen türkisfarbenen Stein. Melanie nennt ihre Retterin eine Freundin. Draußen suchen Männer nach ihr, für die sie eine Hexe ist.

04

Chetger Yarig

Schamane der Toksoba

Sein weißes Haar lässt ihn älter wirken, als er ist. Doch der untersetzte Wanderer mit den listigen Augen versteht mit dem Stab umzugehen und bewaffneten Männern ihre Übereilung auszutreiben. Als Junge hielt er eine Herde vor einem Abgrund auf; nun zieht er weit jenseits seiner Heimatsteppe. Unter Fuchspelzmütze und gutmütigem Lächeln lebt die lange Erinnerung seines Clans.

05

Zoryanka

Die junge Frau aus Nowgorod

In Männerkleidung, einen fremdartigen Bogen über der Schulter, mustert Zoryanka den normannischen Ritter. Ist er etwa ein Schwede? Während der Schamane erzählt, schnitzt ihr Messer einen Marder aus einem Zweig. Unter aschblondem Haar verfolgen ihre Augen jede Bewegung. Die Zeichen des Waldes sind ihr vertraut, französische Worte und Bräuche nicht. Bogen und Messer bleiben verlässliche Begleiter.

Adhartach

Der Franziskanerbruder

Ein Kichern durchbricht die Stille der verschlossenen Kapelle. Ein ungebetener Mönch klopft einer Heiligenstatue gegen die Stirn, streitet mit dem verdutzten Templer und bedient sich am Wein. Er kennt Geheimgänge und alte Schriftrollen, lenkt aber jedes ernste Gespräch auf einen Scherz. Dieser Besucher bringt Amaury eine Prophezeiung, in der der Ritter sich selbst erkennt.

Bernard de Caux

Inquisitor

Saubere schwarz-weiße Gewänder, ein schmales Adlergesicht, lauernde dunkle Augen. Bernard de Caux betritt die Burg mit bewaffnetem Gefolge und päpstlichem Auftrag. Er spricht sanft, beinahe fürsorglich: Agnès hat die Hexe doch gewiss nur aus Unwissenheit beherbergt? Dann erinnert er an Exkommunikation und Beschlagnahmung. Jede Antwort will abgewogen sein, als stünde sie bereits im Verhörprotokoll.

Philippe d’Harcourt

Baron d’Harcourt

Der Baron war von angenehmem Äußeren; seine schwarze Kleidung hob die edlen Züge seines Gesichts hervor. Doch die Art, wie er sich hielt, erinnerte Agnes an einen Wolf – stark und erbarmungslos, bereit, jeden Feind mit einem einzigen Raubtiersprung zu vernichten.

Wer steckt hinter all den Verbrechen?

Historische Persönlichkeiten im Roman

Ludwig IX., Batu Khan und der genuesische Admiral Oberto Doria lebten im 13. Jahrhundert. Erfahren Sie, wofür sie bekannt sind und wie sie in Die Lieder von Adhartach auftreten.

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Die Welt des Romans

Jeder Ort erzählt eine Geschichte

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Europa und Mittelmeer

Wohin geht die Reise?

Karten- und Bildnachweise

Kartengrundlage: Natural Earth II. Chartres · J.-B.-A. Lassus · Public domain. Mont-Saint-Michel · Cornell University Library · CC BY 2.0.

KOTAND / LETTERS

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Über dieses Buch

Genre
Düstere historische Fantasy / okkulter Thriller
Schauplätze
Normandie, Rus, Goldene Horde und Mittelmeerraum
Zeitebenen
4. Jahrhundert; 13. Jahrhundert; Gegenwartshandlung
Sprache
Deutsch
ISBN-13
979-8172922190
Erscheinungsjahr
2026
Inhaltshinweis
Drastische Gewalt; nichtlineares Erzählen; mehrere Zeitebenen.
ASIN · Kindle
B0HJ794N4Q
ASIN · Taschenbuch
B0HJ7W7LMB

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